Fazit
Mehrere Runden Angebotsabstimmung liegen meist nicht an unvereinbaren Preisen, sondern daran, dass vier Zahlen nicht auf einmal vollständig geliefert wurden: Etikettbreite und -länge, Rollenspezifikation und Trägerpapier, Bestücker-Marke, -Modell und -Slot, Verbrauch pro Schicht und Wechselrhythmus. Diese vier entsprechen jeweils der Modellstufe, der Ablösung und Zuführ einstellung, der Schnittstelle und Bauform, der Spaltenzahl und der Anzahl der Reservegeräte. Sind sie vollständig, lassen sich Modell und Preis in der Regel in einer Runde festlegen.
1. Etikettbreite und -länge: Danach richtet sich die Modellstufe
Die Modelle der Rollenetikett-Feeder sind nach Etikettbreite gestaffelt. Am Beispiel der Fuji-Plattform deckt LFFUJI-32 2–23 mm ab, LFFUJI-100 deckt 2–58 mm ab; auf der JUKI-Plattform sind LFJUKI-32 5–23 mm und LFJUKI-100 5–98 mm; die Panasonic-Plattform ist in drei Stufen unterteilt: LFPANA-32 für 2–23 mm, LFPANA-60 für 2–58 mm, LFPANA-100 für 2–98 mm. In welchen Bereich die Breite fällt, in dieser Stufe wird das Modell festgelegt.
Geben Sie also nicht „etwa 30 mm" an – 30 mm liegt genau zwischen den beiden Stufen 23 und 58, bei welcher Angabe auch immer wird noch einmal nachgefragt. Geben Sie den Messwert oder die Etikettenzeichnung an: Länge mal Breite, Einzelabstand, Ausgaberichtung, Eckenradius. Auch die Etikettlänge muss angegeben werden; der vom Modell angegebene Etikettlängenbereich ist L2–40 mm, bei Etiketten außerhalb dieses Bereichs muss zuerst geklärt werden, ob sie verarbeitet werden können.
Für Einzelblattetiketten gilt eine andere Berechnung: Maßgeblich sind die Größe des Einzeletiketts und die Größe des gesamten Trägerpapiers, nicht die Bandbreite.
2. Rollenspezifikation und Trägerpapier: Bestimmen Ablöseklinge und Startgeschwindigkeit
Drei Werte werden benötigt: Innendurchmesser der Etikettenrolle, Außendurchmesser der Etikettenrolle, wie viele Meter auf eine Rolle passen. Ohne Datenblatt vom Etikettenhersteller misst man Innen- und Außendurchmesser der Rolle mit dem Messschieber und multipliziert den Vorschub eines Einzeletiketts mit der Anzahl pro Umdrehung, um die Rollenmenge zu schätzen.
Das Trägermaterial ist gesondert zu erwähnen. Glasin-Trägerpapier und transparentes PET-Trägerpapier unterscheiden sich in Lichtdurchlässigkeit und Ablösegefühl und beeinflussen direkt zwei Einstellungen: welche Seite der Ablöseklinge verwendet wird und mit welchem Wert die Zuführgeschwindigkeit beginnt. Wird bei demselben Feeder ein anderes Trägerpapier eingesetzt, müssen diese beiden Punkte in der Regel nachjustiert werden.

3. Bestücker-Marke, Modell und Slot: Bestimmen Sonderausführung oder Standardausführung
Bei derselben Marke sind Schnittstellen und Bauformen verschiedener Serien nicht austauschbar. Bei Yamaha werden die YS-Serie und die YV-Serie bereits im Modellsuffix getrennt angegeben; bei ASM entspricht LFSID-100 der D-Serie, LFSIX-60 der X-Serie; auf der Samsung-(Hanwha-)Plattform wird LFSUMSUNG-60 verwendet. Geben Sie das Modell auf dem Typenschild vollständig an, nicht nur die Marke.
Auch der Slot muss angegeben werden: in welchem Slot die Montage geplant ist, ob im benachbarten Slot Platz ist, ob auf der Maschine noch andere Feeder versetzt werden müssen. Bei schmalen Maschinenmodellen lässt sich in kleinen Slots Platz sparen, aber die Platzsparlösung kann erst genannt werden, wenn die Maße vor Ort bekannt sind.
4. Verbrauch pro Schicht und Wechselrhythmus: Bestimmen Spaltenzahl und Reservegeräte
Wie viele Schichten pro Tag, wie viele Etiketten pro Schicht verbraucht werden, wie oft gewechselt wird, wie viele Bestücker in der Linie stehen. Diese Zahlen bestimmen, wie viele Spalten gewählt werden (in der Modelltabelle gibt es Spaltenzahlen von 1 bis 14) und die Rollengröße; der Zeitverlust durch Anlagenstillstand beim Materialwechsel in der Linie ist in der Regel eine genauere Rechnung wert als der Preisunterschied des Geräts selbst. Zur Mengenzusammenstellung siehe wie viele Label-Feeder eine Produktionslinie benötigt.
Drei Punkte nebenbei geklärt
- Umrüstung oder Erstinbetriebnahme: Ob bereits vergleichbare Geräte im Einsatz sind, bestimmt, ob Umrüstung, zusätzliche Signalleitungen und Montagezubehör erforderlich sind.
- Besondere Strukturanforderungen: Stanzen, Rückzug, Unterablösung, Schneiden, Easy-Peel-Aufkleber haben jeweils eigene Abschnitte in der Modelltabelle; bestätigen Sie anhand von Etikettenmaterial und Ablöseart, und stellen Sie nicht erst in der Angebotsphase fest, dass eine Standardstruktur gewählt wurde.
- Lieferort und Währung: Inland wird in RMB kalkuliert, Export in USD; die Handelsklausel wird je nach Lieferort bestätigt, die konkreten Bedingungen richten sich nach dem Angebot.
Zwei häufige Nacharbeitspunkte
- Nur Breite ohne Länge angegeben: Die Breitenstufe ist richtig gewählt, erst beim Beladen zeigt sich, dass die Etikettlänge den Hub der Rückzug- oder Stanzstruktur überschreitet, und die Struktur muss neu gewählt werden.
- Verbrauch nach Hochsaison-Spitze angegeben: Wird nach der Schichtproduktion der Auslieferungsspitze kalkuliert, wird das Modell eine Stufe größer gewählt; im normalen Kleinmengenbetrieb ist die große Ladekapazität gar nicht nötig, und Auswahl und Einsatzszenario passen nicht zusammen.
Der einfache Weg: Drei Fotos machen
Die ganze Etikettenrolle, ein Etikett mit Trägerpapier, das Typenschild des Bestückers – drei Handyfotos plus ein Satz „wie viel wird pro Schicht verbraucht", damit lassen sich Modell und Preis grundsätzlich festlegen. Bilder sind genauer als Textbeschreibungen und ersparen Rückfragen.

Diese Angaben bei der Anfrage an uns mitliefern
| Position | Wie angeben | Was bestimmt wird |
|---|---|---|
| Etikettgröße | Zeichnung oder Messwert Länge×Breite, Einzelabstand | Modellstufe, Verarbeitbarkeit |
| Etikettlänge | Messwert, mit Angabe ob über 40 mm | Ob die Struktur geändert werden muss |
| Rollenspezifikation | Innendurchmesser, Außendurchmesser, Rollenmenge | Wechselfrequenz, Ladekapazität |
| Trägermaterial | Glasin / PET, mit Foto | Richtung der Ablöseklinge, Startgeschwindigkeit |
| Bestücker | Marke + Typenschildmodell + Slot | Sonderausführung oder Standardausführung, Bauform |
| Verbrauch | Stück pro Schicht, Wechselhäufigkeit, Anzahl Maschinen | Spaltenzahl, Anzahl Reservegeräte |
| Aktuell verwendete Geräte | Ob vergleichbare Geräte vorhanden, ob Umrüstung nötig | Zubehör und Montageaufwand |
Modellstufen und kompatible Plattformen siehe Label-Feeder; bei unsicheren Punkten senden Sie Fotos und die Situation vor Ort, wir bestätigen zuerst und kalkulieren dann das Angebot.