Fazit

Bei Störungen am Label-Feeder ist der Anteil an tatsächlich zu tauschenden Teilen gering. Meist stimmen drei einstellbare Punkte nicht: Signal falsch angeschlossen, Glasfaser-Reserve nicht korrekt festgelegt, Materialführung und Vorschubabstand abweichend. Eine umgekehrte Prüfreihenfolge führt leicht zu unnötigem Aufwand – wer sofort Vorschubgeschwindigkeit und Verzögerung ändert, verstellt oft auch die ursprünglich korrekten Parameter, und das Fehlerbild wird unübersichtlicher.

Zuerst das Fehlerbild in drei Kategorien einteilen: gar kein Vorschub, zwei Etiketten auf einmal, Vorschub erfolgt aber Position falsch. Die drei Kategorien entsprechen drei verschiedenen Prüfpfaden; die folgende Reihenfolge orientiert sich an der Bedienoberfläche im Handbuch.

Gesamtansicht des Label-Feeders (JUKI-Adapter-Serie)

Kein Vorschub: zuerst Stromversorgung und Signal, dann Erkennung

Die Betriebsspannung des Feeders beträgt 24V, der Strom des zugehörigen Netzteils muss größer als 2A sein. Das Handbuch weist zudem ausdrücklich darauf hin, keinen gemeinsamen Netzstecker mit Hochleistungsgeräten zu verwenden – bei abgesenkter Spannung leuchtet der Bildschirm zwar, aber der Vorschub erfolgt unterbrochen und wirkt wie ein Programmproblem.

Die Signalverkabelung bestimmt, wodurch der Feeder den Vorschub auslöst; in der Oberfläche gibt es drei Einstellungen:

  • Wenn der Bestückungsautomat ein Material-vorhanden-Signal vom Feeder benötigt, gelbes Kabel anschließen, in der Oberfläche „Material-vorhanden-Signal" auf „Ein" setzen; bei vorhandenem Etikett am Feeder wird dem Bestückungsautomaten ein 0V-Signal gegeben;
  • Wenn der Bestückungsautomat den Etikettenausgabestatus steuern soll, grünes Kabel anschließen, in der Oberfläche „Vorschub-Signal" auf „Ein" setzen; erst wenn der Bestückungsautomat ein 0V-Signal gibt, führt der Feeder den Vorschub aus;
  • „Vorschub-Signal" auf „Aus" setzen: Der Feeder führt standardmäßig automatisch Vorschub aus, wenn kein Etikett auf der Auflage liegt.

Von diesen drei Einstellungen darf nur eine mit der entsprechenden Verkabelung kombiniert werden. Ist das Kabel grün angeschlossen, die Oberfläche aber auf „Aus" gesetzt, meldet die Maschine keinen Fehler, aber der Feeder wartet nicht auf Befehle und führt selbsttätig Vorschub aus – sichtbar als Materialstau auf der Auflage, und beim Abholen durch die Düse liegt bereits ein Etikett zu viel vor.

Gehäuse des Feeders und Ansicht der Beschickungsseite

Erkennungsabschnitt: Glasfaser-Reserve 200 ist Ausgangspunkt, kein fester Wert

Der Glasfaser-Sensor erkennt, ob ein Etikett auf der Auflage liegt. Es gibt nur eine Einstellregel: Der Arbeitseinstellwert muss um eine Reserve höher liegen als der Erfassungswert im Zustand ohne Material; das Beispiel im Handbuch ist 200. Im Betrieb gilt: Einstellwert größer als Erfassungswert und Kontrollleuchte an bedeutet Material vorhanden.

Die Reserve ist nicht bei allen Materialien einfach 200. Bei lichtdurchlässigem Trägerpapier, kleiner Etikettenfläche und heller Farbe ist die Differenz zwischen Material und ohne Material ohnehin klein, die Reserve muss großzügiger gewählt werden; bei dicken, stark lichtundurchlässigen Etiketten führt eine zu große Reserve dazu, dass „kein Material" lange nicht gemeldet wird und der Feeder weiter leer vorschiebt. Bei Leerabholung und häufigen Fehlmeldungen zuerst diese Reserve prüfen, bevor die Mechanik betrachtet wird.

Versatz und Doppelblatt: Materialführung und Andruckstruktur

Beim Einführen des Materialbands muss der Winkel stets gerade bleiben – dies ist eine Ursache für Positionsabweichungen. Der Führungs-Anschlagklotz dient zur Begrenzung der Materialrolle; mit dem Inbusschlüssel die innenliegende Madenschraube lösen, den Führungsklotz entsprechend der Rollenbreite an die passende Position schieben, um seitliches Pendeln zu verhindern; die Madenschrauben an den vier Ecken der Andruckplatte dienen zur Höheneinstellung nach Etikettendicke; die Materialrolle wird zwischen Andruckdeckel und Antriebswelle geklemmt, Andruckdeckel zum Festklemmen niederdrücken.

Doppelblätter entstehen meist im Klemmabschnitt: Andruckdeckel nicht vollständig niedergedrückt, Führungsklotz breiter eingestellt als das Materialband, Rückfederung des Trägerpapiers beim Ablösen – all dies kann zwei Etiketten auf einmal herausführen. Zwei weitere materialbezogene Details stehen im Handbuch – bei großen oder leicht ablösbaren Etiketten kann der Feder-Wickeldorn umgangen werden, um vorzeitiges Ablösen durch zu großen Winkel zu vermeiden; bei schwer ablösbaren kleinen Etiketten kann die Ablöseklinge auf die Seite mit kleinerem Winkel gewechselt werden.

Wenn das ausgegebene Etikett nach oben absteht oder zu weit vorgeschoben wird, ist die Vorschubposition zu groß; wird das Etikett nicht weit genug vorgeschoben, muss die Vorschubposition erhöht werden. Nach Änderung der Vorschubgeschwindigkeit muss die Vorschubposition entsprechend fein nachgestellt werden. Wenn kein Bestückungstakt gefordert ist, genügt eine Geschwindigkeit von 30–50; die Vorschubverzögerung wird in Einheiten von 0,1 s eingestellt und dient dazu, den Takt zu strecken, wenn der Greifer langsamer abholt.

Je nach Modell unterschiedliche Einstellbereiche

Die oben genannten Parameter existieren bei allen Rollenetikett-Feedern, aber der Einstellbereich hängt vom Modell ab. Beispiele aus der Modellübersicht: LFSID-100 für ASM D-Serie, Etikettenbreite 2–98 mm, Spaltenzahl 1–14; LFJUKI-32 für JUKI, Etikettenbreite 5–23 mm, einspaltig; LFSUMSUNG-60 für Samsung (Hanwha), Etikettenbreite 2–58 mm, Spaltenzahl 1–8. Bei Modellen mit vielen Spalten und schmalen Etiketten ist die Anschlaggenauigkeit des Führungsklotzes kritischer; beim Einführen zuerst ausrichten, dann festklemmen.

Berechtigung und Gewährleistung

Ablöseklinge und Aufnahmeplattform dürfen weder Stößen ausgesetzt sein noch mit Verschmutzung betrieben werden; Gehäuse, Bildschirm und Schnittstellen sind vor Insekten, Nagetieren und Fremdkörpern zu schützen. Das Handbuch verlangt ausdrücklich, dass Installation, Reparatur, Hinzufügen oder Aus- und Einbau von autorisiertem Personal des Unternehmens durchgeführt werden – Schäden durch nicht autorisierte Demontage fallen nicht unter die kostenlose Gewährleistung; die Gewährleistungsfrist beträgt ein Jahr. Die eigene Fehlersuche bis zur Parameterebene genügt; für den Schritt bis zu Klinge und Antriebsstruktur ist die Bearbeitung durch den Hersteller sicherer.

Zur Geräteauswahl und zu kompatiblen Modellen siehe zunächst die Label-Feeder-Produktlinie; Details zur Einstellung im Erkennungsabschnitt finden sich unter Wie der Glasfaser-Sensor eingestellt wird.