Fazit
Etiketten für Haushaltsgeräte und Netzteilleiterplatten sind keine einheitliche Aufgabe. Gehäusetypenschilder sind großflächig und hart im Material; Barcodes und Rückverfolgungscodes auf der Leiterplatte sind schmal und dicht; Energieeffizienz- und Warnetiketten liegen dazwischen. Die Zuführmethode wird in drei Schritten bestimmt: zuerst prüfen, ob das Material Rollen- oder Blattware ist, dann die Breitenstufe des Feeders nach dem breitesten Etikett festlegen, zuletzt das Modellpräfix nach dem Bestückerhersteller bestimmen. Über diese drei Schritte hinaus bleibt die Vor-Ort-Einrichtung.
Welche Etikettenarten werden auf einem Haushaltsgerät angebracht
| Etikettentyp | Übliche Materialien | Zuführschwierigkeit | Zuführmethode |
|---|---|---|---|
| Gehäusetypenschild, Parameterschild | Gestrichenes Papier, Synthesepapier, PET | Großflächig, Ränder neigen zum Ablösen | Blattmaterial-Feeder oder Etikettiergerät |
| Barcode-, Seriennummernetikett | Gestrichenes Papier, Thermodruckpapier | Schmal, mehrere pro Reihe | Mehrspuriger Rollenmaterial-Feeder |
| Energieeffizienz-, Zertifizierungsetikett | Synthesepapier, PET | Mittlere Fläche, Planlage erforderlich | Rollenmaterial-Feeder |
| Interner Rückverfolgungscode | Gestrichenes Papier | Klein, hohe Dichte | Mehrspuriger Rollenmaterial-Feeder |
Unterschiedliche Materialien verhalten sich beim Ablösen unterschiedlich. Papieretiketten haben geringe Steifigkeit, der Ablöseklingenwinkel sollte kleiner sein; PET und Synthesepapier haben große Rückfederung, die Führungsbreitenbegrenzung muss fest anliegen, damit das Trägerband nicht seitlich wandert. Laut Handbuch gilt: Bei schwer ablösbaren kleinen Etiketten kann die Ablöseklinge gedreht werden, sodass die Seite mit dem kleineren Winkel verwendet wird; bei großen Etiketten oder solchen, die leicht vorzeitig abfallen, ist der Federwicklungswelle nicht erforderlich.
Netzteilleiterplatte: Schmal und mehrspurig ist das Hauptszenario
Barcodes und Rückverfolgungscodes auf Netzteilleiterplatten sind schmal und zahlreich, üblicherweise mehrere parallel in einer Reihe. Bei dieser Aufgabe zählt die Spurenzahl, nicht die Breitenobergrenze. Die Spurenzahl der Rollenmaterial-Feeder von BestFeeder reicht von 1 bis 14 Spuren, die Obergrenze variiert je nach Modell, z. B. kann der LFSID-100 1–14 Spuren, LFPANA-100 und LFJUKI-100 1–12 Spuren. Ist die Spurenzahl festgelegt, richtet sich die Anzahl der Glasfaserkennungskanäle nach der Spurenzahl.
Die Zuführgeschwindigkeit muss nicht hoch sein. Die Empfehlung im Handbuch lautet: Wenn keine hohe Bestückungsgeschwindigkeit gefordert ist, kann die Zuführgeschwindigkeit auf 30–50 eingestellt werden, um eine stabile Zuführung zu gewährleisten; wird die Geschwindigkeit erhöht, muss die Zuführposition entsprechend feinjustiert werden. Wenn der Roboterarm langsam entnimmt und das Etikett schnell zugeführt wird, kann die Zuführverzögerung zum Entkoppeln genutzt werden, die Verzögerungseinheit ist 0,1 s.

Die Abbildung zeigt das Display und den Tastenbereich des Etiketten-Feeders; Zuführposition, Zuführgeschwindigkeit, Verzögerung und Zählung werden hier eingestellt.
Gehäusetypenschild: Zuerst prüfen, ob der Bestücker geeignet ist
Typenschilder sind groß und werden oft auf Gehäusen, Bedienblenden und anderen Nicht-PCB-Werkstücken angebracht. Bestückungsköpfe und Düsen von Bestückern sind für Bauelemente ausgelegt und für große Typenschilder und dreidimensionale Werkstücke nicht geeignet. Dann gibt es zwei Wege:
- Ist das Material gestanztes Blattmaterial auf Trägerpapier, wird der Blattmaterial-Etiketten-Feeder PLF-100 / PLF-200 / PLF-300 verwendet; die Auswahl richtet sich nach der Trägerpapierlänge und der Ablösebreite, nicht nach Etikettenbreite und Spurenzahl;
- Ist das Werkstück selbst nicht auf der Leiterplatte, wird ein Etikettiergerät verwendet, z. B. der Einzelkopf-Roboterarm LM3216 oder ein Modell mit Förderbandschiene.
Die Grenzen des Rollenmaterial-Feeders müssen ebenfalls klar sein: Ein Feeder kann alle Materialien innerhalb seiner angegebenen Obergrenze verarbeiten, sowohl einspurig als auch mehrspurig. Typenschilder und Barcodes können zeitlich versetzt auf demselben Feeder gefertigt werden, wobei zu jedem Zeitpunkt nur ein Material läuft.

Die Abbildung zeigt das Gesamtbild des Einzelkopf-Etikettiergeräts, geeignet für das Anbringen von Typenschildern auf Werkstücken, die nicht auf der PCB liegen.
Drei Dinge, die vor Ort leicht übersehen werden
Stromversorgung und Störungen. Die Betriebsspannung des Feeders beträgt 24 V, der Strom muss größer als 2 A sein; das Handbuch verlangt ausdrücklich, dass keine gemeinsame Steckdose mit Hochleistungsgeräten verwendet wird. In Haushaltsgerätewerken befinden sich Trockenkanäle und Alterungsgestelle in der Nähe; dies beim Verkabeln beachten.
Wärmequellen und Staub. Der Feeder sollte nicht direkt Sonnenlicht und anderen Wärmequellen ausgesetzt werden. Ablöseklinge und Aufnahmeplattform dürfen nicht stoßen und nicht verschmutzt werden – sobald sich an diesen beiden Stellen Kleberückstände ansammeln, ändert sich der Ablösewinkel und die Etiketten beginnen zu flattern.
Einlege-Richtung. Der Winkel des Trägerbands muss gerade bleiben; der Führungsbreitenbegrenzungsschlitten wird nach Lösen der Innensechskantschraube (Madenschraube) im Inneren auf die Breite der Materialrolle verschoben, die Höhe der Andruckplatte wird nach der Etikettendicke eingestellt. Sind diese beiden Stellen richtig eingestellt, treten Doppelblätter und Laufabweichungen deutlich seltener auf.
Wie die Signale mit dem Bestücker verbunden werden
Drei Anschlussarten, im Interface auswählbar:
| Anschlussart | Verdrahtung | Interface-Einstellung | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Feeder meldet Bestücker, dass Material vorhanden ist | Gelbe Leitung | Materialsignal→Ein | Bestücker muss prüfen, ob entnommen werden kann |
| Bestücker steuert Feeder-Zuführung | Grüne Leitung | Zuführsignal→Ein | Vom Maschinentakt gesteuert |
| Feeder führt selbst zu | — | Zuführsignal→Aus | Automatische Zuführung, wenn kein Etikett auf der Plattform |
Für die Einstellung des Glasfasersensors gibt es einen einfachen Maßstab: Der Arbeitseinstellwert ist um 200 größer als der Erfassungswert im Zustand ohne Material; leuchtet die Lampe, ist Material erkannt.
Auswahl: Zuerst drei Fragen beantworten
- Ist das Etikett Rollen- oder Blattmaterial? Blattmaterial verwendet die PLF-Serie, Rollenmaterial den Etiketten-Feeder.
- Wie viele Millimeter hat das breiteste Etikett? Dies bestimmt die Breitenstufe: 32, 60, 100, 150, 200 oder 250. Eine Nummer größer macht kleine Etiketten nicht schwerer zuzuführen; es genügt, die Stufe nach dem breitesten Etikett zu wählen.
- Welche Marke hat der Bestücker? Fuji, Panasonic, JUKI, Yamaha, Samsung (Hanwha) und ASM haben jeweils entsprechende Modellpräfixe; für Nicht-Standard-Plattformen wird das Standardmodell oder das klassische Modell verwendet.
Sind diese drei Antworten vorhanden, ist das Modell im Wesentlichen bestimmt. Stufen und Abmessungen siehe Etiketten-Feeder-Seite; zur Unterscheidung von Blatt- und Rollenmaterial siehe Blattmaterial-Etiketten-Feeder oder Rollenmaterial-Etiketten-Feeder.