Fazit
Der Label-Feeder mit Oberseiten-Display (LFSID-S-Serie) ist nach Etikettenbreite in fünf Stufen unterteilt: 5–58, 5–98, 5–148, 5–198, 5–248 mm. Bei der Stufenwahl misst man die Breite des nackten Etiketts und ordnet sie der nächsthöheren Stufe zu, statt einen Näherungswert anzugeben. Mit jeder höheren Breitenstufe ändern sich Gehäusemaße und Gewicht: Die Gehäusebreite reicht von 90 mm bis 380 mm, das Gewicht von 6,5 kg bis 20 kg; Einbauplatz und Traglast müssen in die Linienplanung einbezogen werden.
1. Was die fünf Stufen jeweils abdecken
LFSID-60S deckt 5–58 mm ab, LFSID-100S deckt 5–98 mm ab, LFSID-150S deckt 5–148 mm ab, LFSID-200S deckt 5–198 mm ab, LFSID-250S deckt 5–248 mm ab. Der Etikettenlängenbereich ist bei allen fünf Stufen gleich, nämlich L2–40 mm.
Ein Feeder kann alle Materialien innerhalb des abgedeckten Bereichs verarbeiten und unterstützt sowohl Einzelspalten als auch Mehrfachspalten. Ist die Stufe festgelegt, kann dasselbe Gerät mehrere Etiketten unterschiedlicher Breite in kleinen Chargen abdecken, ohne dass für jede Etikettenbreite ein eigener Feeder nötig ist. Umgekehrt gilt: Übersteigt die Etikettenbreite die gewählte Stufe, hilft nur ein Stufenwechsel, keine Justierung.
Beim Messen der Breite wird das Etikett selbst gemessen, ohne die Randstreifen des Trägerpapiers an beiden Seiten. Bei abgerundeten Ecken oder unregelmäßigen Konturen wird die Breite als umschreibendes Rechteck berechnet und dem Werk gemeldet.
2. Wie sich das Gehäuse mit steigender Breite ändert
Bei den ersten vier Stufen bleiben Gehäuselänge und -höhe unverändert, nämlich 450 mm und 320 mm; nur die Breite wächst: 100S ist 450×90×320 mm, 100S bis 150S sind der Reihe nach 450×135×320 mm, 450×170×320 mm, 200S ist 450×220×320 mm. Bei LFSID-250S wird das Gehäuse zu 570×380×410 mm, alle drei Richtungen werden gemeinsam größer.
Das Gewicht steigt deutlicher: 60S wiegt 6,5 kg, 100S 8 kg, 150S 9,5 kg, 200S 17 kg, 250S 20 kg. Die Stufe 200S ist 7,5 kg schwerer als die vorherige; die Traglast von Gestell oder Vorrichtung ist nach dem Gesamtgewicht des Geräts zu prüfen, nicht nach dem Gewicht bei leerem Material.

Der für den Einbau freizuhaltende Raum beschränkt sich nicht auf die Gehäusemaße. Die Materialrolle muss montiert, gewechselt und bei Stau behandelt werden können; vorn und seitlich sind Bedienplätze freizuhalten, bei breiten Stufen besonders Reserve zum seitlichen Herausziehen.
3. Spaltenzahl und Prüfkanäle werden同步 erweitert
Die Obergrenzen der Spaltenzahl liegen bei den fünf Stufen bei 6, 8, 12, 14, 14 Spalten; die Zahl der Prüfkanäle entspricht der Spaltenzahl. Mehrfachspalten bedeuten, dass mehrere nebeneinander auf demselben Materialband liegende Etiketten auf einmal zugeführt werden, wodurch sich die Wechselhäufigkeit verringert. Je größer die Stufe, desto mehr Materialkanäle können im Gehäuse nebeneinander laufen, und desto höher liegt die Obergrenze der Spaltenzahl.
Die Wahl der Spaltenzahl hängt davon ab, wie viele Etiketten auf einer Platine aufgeklebt werden und wie oft pro Schicht Material gewechselt wird. Reicht eine Einzelspalte, müssen keine Spalten hinzugefügt werden; mit zusätzlichen Spalten wachsen Gehäusevolumen und Justieraufwand. Die Logik der Kombination von Spaltenzahl und Breite ist in Von Einzelspalte auf Mehrfachspalte aufrüsten gesondert beschrieben.
4. Montage der Oberseiten-Display-Ausführung
Bei der Oberseiten-Display-Ausführung wird das Display nach oben montiert; sie eignet sich für Nicht-Standard-Automatisierungsgeräte und kundenspezifische Bestückungsmaschinen. Die Montage erfolgt durch Befestigung an einer Vorrichtung oder einem Gestell, nicht durch Einsetzen in den Materialplatz einer Standard-Bestückungsmaschine. Ist das Display nach oben gerichtet, ist vor dem Gehäuse Freiraum für das stehende Bedienpersonal zum Ablesen des Displays und Bedienen der Tasten freizuhalten; dieser Freiraum wird bei der Geräteaufstellung häufig von Gestellstützen belegt und sollte vorab im Plan ausgemessen werden.
Die Materialzuführrichtung gibt es in zwei Varianten: Zuführung links und Zuführung rechts, beide für dieselbe Stufe verfügbar. Welche Seite gewählt wird, hängt davon ab, auf welcher Seite die Materialrolle liegt, wo das Wechselpersonal steht und wie die benachbarten Geräte einander beeinflussen.
5. Drei bewegliche Punkte beim Einfädeln und Justieren
Die Materialrolle beginnt an der Etiketten-Montagewelle, läuft über die Wickelwelle, und mit einem Sicherungsring wird die Materialrolle begrenzt, um seitliches Pendeln zu verhindern. Bei breiten Etiketten wirkt sich dieser Schritt direkt auf den Laufversatz aus: Liegt der Sicherungsring nicht an der Rollenkante an, läuft das Materialband zur Seite.
Der Führungsbegrenzungsschieber wird mit einem Inbusschlüssel durch Lösen der Innensechskantschrauben entsprechend der Rollenbreite an die passende Position verschoben. Die Andruckplatte lässt sich über vier Innensechskantschrauben in der Höhe nach der Etikettendicke einstellen; bei dickerem Etikett und dickerem Trägerpapier muss jeweils neu justiert werden.
Die Stromversorgung beträgt 24V, der Strom muss größer als 2 A sein; nicht denselben Stecker mit Hochleistungsgeräten teilen. Abziehschneide und Aufnahmeplattform dürfen nicht angestoßen und nicht verschmutzt werden; sind diese beiden Teile verschmutzt oder angestoßen, zeigt sich das direkt als fehlende Etiketten und Versatz.

6. Vier Angaben für das Werk
Etikettenbreite und -länge (nacktes Etikett messen, umschreibendes Rechteck), Spaltenzahl nebeneinander, an welchem Gerät oder welcher Vorrichtung montiert, Gesamttraglast und Freiraum vorn. Sind diese vier Angaben vollständig, lassen sich Stufe und Spaltenzahl in einer Runde festlegen. Modelle und Parameter der einzelnen Stufen sind in der Label-Feeder-Modelltabelle einsehbar und lassen sich auch auf der jeweiligen Modellseite abgleichen.
Materialien für breite Etiketten finden sich häufig bei Hausgerätefronten, Rückverfolgungsetiketten und Typenschildern der Automobilelektronik sowie großen Barcode-Etiketten in Verpackungslinien. Solche Etiketten haben eine große Fläche pro Stück und wenige Stück pro Rolle; die Wechselhäufigkeit ist höher als bei kleinen Etiketten. Die Abwägung zwischen Spaltenzahl und Stufe lässt sich genauer vom Wechselrhythmus her ableiten.